Zapfen

Tipps & Tricks

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01

Anlage

  • Entscheiden Sie sich für die Zapfanlage, die am besten zu Ihrem Bierumsatz und Ihrem Sortiment passt. Suchen Sie zusammen mit dem Qualitätsmanager und Ihrem Außendienstmitarbeiter die beste Lösung für einen reibungslosen Ablauf.
  • Beziehen Sie bei Ihrer Wahl auch den verfügbaren Raum, den beabsichtigten Standort der Anlage und vor allem den guten und logischen Arbeitsablauf ein.
  • Berücksichtigen Sie bei der Wahl auch die Umstände für die Anlieferung und achten Sie auf einfachen Zugang, gute Belüftung sowie auf Beleuchtung und Temperatur der Lagerräume.
  • Eine gute Rotation der Fässer ist sehr wichtig. Innerhalb von drei Tagen sollte ein angestochenes Fass leergezapft werden. Bedenken Sie dies bei der Entscheidung für die Anzahl der Leitungen und das Fassungsvermögen der Lagerräume.
  • Anheuser-Busch InBev Servicepartner montieren Anlagen nach festgelegten Standards . Dies gibt Ihnen größtmögliche Sicherheit für die spätere Funktion der Anlage.
  • Denken Sie an feste Wartungsintervalle Ihrer Anlage. Eine gut gewartete Anlage bringt Sicherheit im Betrieb und lässt Sie ruhig schlafen..
  • Der Umgang mit Kohlensäure an Zapfanlagen verlangt spezielles Wissen und bestimmte Maßnahmen zum sicheren Betrieb. Lassen Sie sich dazu von den Qualitätsmanagern beraten.
02

Einkauf

  • Machen Sie den Einkauf Ihres Bieres von der Rotation abhängig. Kontrollieren Sie diese regelmäßig und handeln Sie nicht aus Routine.
  • Ihre Fässer lagern am besten in einem aufgeräumten und temperiertem Raum.
  • Bestellen Sie Ihre Fässer zu festgelegten Zeiten. Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Bestände.
  • Um beste Bierqualität zu garantieren, lassen Sie die angelieferten Fässer vor der Verwendung je nach Temperaur bis zu 48 Stunden lang ruhen. Schließen Sie frisch gelieferte Fässer keinesfalls sofort an, da sonst viel Schaum entstehen kann.
  • Sorgen Sie für einen Reservevorrat von 30 Prozent des normalen Bierumsatzes, so dass Sie auch bei unerwartetem Hochbetrieb genügend vorgekühltes Bier vorrätig haben.
  • Achten Sie bei der Lieferung des Biers auf das Abfülldatum auf den Fässern.
  • Entscheiden Sie sich für die kleineren 30-Liter-Fässer, wenn Sie 50-Liter-Fässer nicht innerhalb von drei Tagen leerzapfen.
  • Verwenden Sie die Fässer in der Reihenfolge, in der sie geliefert werden (first-in-first-out). So garantieren Sie höchstmögliche Frische.
  • Idealerweise herrscht in Ihrem Lagerraum ganzjährig eine gleichbleibende Temperatur. Dies ist wichtig für die korrekte Druckeinstellung der Anlage..
  • Lassen Sie sich die Drücke in der Anlage von einem Fachmann berechnen. Verstellen der Drücke führt häufig zu großen Problemen beim Ausschank.. Beim richtigen Zapfdruck strömen ca. 3 bis 3,5 Liter Bier pro Minute aus dem Zapfhahn.
  • Ein zu hoher Zapfdruck führt zu übermäßiger Bindung von Kohlensäure im Bier. Ist der Zapfdruck zu niedrig, schmeckt das Bier abgestanden. 
03

Inbetriebnahme

  • Kontrollieren Sie beim Anschließen eines Fasses zuerst das Abülldatum (first-in-first-out) und entfernen Sie erst dann die Plastikkappe des Bierfasses.
  • Stellen Sie nun zuerst die Kohlensäureversorgung, sicher. Durch Anschluss des Druckminderers an die Kohlensäureflasche wird die Verbindung zur Schankanlage hergestellt.
  • Den Absperrhahn am Druckminderer und .am Zwischendruckregler öffnen.
  • Den zuvor gereinigten Zapfkopf koppeln Sie mit dem Fitting des Bierfasses. Durch Herunterdrücken des Hebels und  Öffnen des Absperrhahnes werden die Verbindungen von Kohlensäure und Bier hergestellt.
  • Lassen Sie aus dem Zapfhahn so viel Bier fliessen, bis Sie einen klaren Strahl Bier sehen. Jetzt ist Ihre Anlage betriebsbereit.
  • Bei längeren Bierleitungen kann es sinnvoll sein, nach Leerwerden eines Fasses die Leitung mit Wasser zu spülen. Dies minmiert Verluste beim Anzapfen des neuen Fasses.
04

Zapfritual

  • Reinigen Sie das passende Markenglas mit einem geeigneten Gläserspülmittel für Biergläser. Die gereinigten Biergläser abtropfen lassen. Die Gläser nicht abtrocknen oder Polieren.
  • Vor dem Zapfen die Biergläser kalt ausspülen. Halten Sie das Glas schräg unter den Zapfhahn ohne dass der Hahn das Glas berührt. Öffnen Sie den Zapfhahn in einer vollständigen Bewegung.
  • Lassen Sie das blanke Bier entlang der Wandung in das Glas laufen. Richten Sie das Glas langsam auf um die gewünschte Schaumkrone zu bilden.
  • Die Menge des Schaumes können Sie dabei durch variieren der Neigung und des Abstandes des Glases zum Zapfhahn beeinflussen. Nach dem ersten Anzapfen sollte das Glas zu 2/3 mit Bier und 1/3 mit Schaum gefüllt sein.
  • Geben Sie dem Bier nun ein wenig Zeit (aber bitte keine 7 Minuten). Dabei verdichtet sich der feinporige Schaum zu einer festen Schaumkrone.
  • Zapfen Sie ein oder zwei mal mit blankem Bier nach, bis der Füllstrich erreicht ist. Die Gläser dabei nicht überlaufen lassen.
  • Halten Sie das Glas beim Servieren immer unten fest. Das Glas wird mit dem Logo zum Kunden auf einen ausgerichteten Bierdeckel gestellt.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig die Zapftemperatur der Biere. Neben dem Kohlensäuregehalt gehört die Temperatur zu den wichtigsten Qualitätsparametern. Die Trinktemperatur soll zwischen 5 und 7°C liegen.
  • Trainieren Sie das Zapfritual mit unserem Zapfsimulator.
05

Flaschenbier

  • Gesehen, gekauft! Stellen Sie Ihr Angebot an Flaschenbieren gekühlt und gut sichtbar ins Rückbuffet oder an einen anderen kühlen Platz im Blickfeld der Kundschaft.
  • Ihre Mitarbeiter sollten über das angebotene Flaschenbier Bescheid wissen und fundierte Informationen zu Geschmack, Herkunft und Alkoholgehalt geben können.
  • Spülen Sie vor dem Eingießen des Flaschenbiers gründlich die Innen- und Außenseite des Glases.
  • Wischen Sie mit einem sauberen Tuch das Kondenswasser von der Bierflasche und öffnen Sie sie dann.
  • Servieren Sie das Flaschenbier immer im passenden Glas auf dem richtigen Bierdeckel. So genießt Ihr Gast ein rundum gelungenes Biererlebnis.
  • Fragen Sie den Kunden, ob Sie die Flasche (teilweise) eingießen sollen oder ob der Kunde das lieber selbst tut. Denken Sie daran, dass einige Flaschenbiere mehr Kohlensäure enthalten als Fassbier. Gießen Sie also vorsichtig ein.
  • Einige Biere enthalten noch Hefe am Boden der Flasche. Um die Hefe vom Flaschenboden zu lösen, schwenken Sie die Flasche hin und her.
  • Wird die Flasche mit serviert, stellen Sie die Flasche immer neben das Glas, so dass der Kunde weiß, was er trinkt und die Informationen auf dem Etikett lesen kann.
06

Servieren

  • Machen Sie in Ihrem Restaurant deutlich sichtbar, welche Biersorten Sie verkaufen. Nutzen Sie dazu die Zapfhähne, die Tische, den Tresen und die Wand.
  • Führen Sie verschiedene Pilssorten und verschiedene Flaschengrößen in Ihrem Sortiment, machen Sie darauf aufmerksam und fragen Sie nach der Vorliebe des Kunden.
  • Servieren Sie das Bierglas immer auf einem trockenen Bierdeckel der passenden Marke.
  • Bei einer gemischten Bestellung zapfen Sie zuletzt das Bier, um eine schöne und frische Schaumkrone präsentieren zu können.
  • Halten Sie das Bierglas unten fest und stellen Sie es mit dem Logo zum Gast ab. Fassen Sie Gläser nie oben an, da Sie mit Ihren Fingern den Trinkrand oder das Bier berühren könnten.
  • Achten Sie darauf, auf keinen Fall mit den Fingern in das gezapfte Bier zu greifen. Auch bei Hochbetrieb stehen Hygiene und Gastfreundschaft an erster Stelle.
  • Servieren Sie das Bier immer mit dem richtigen Gehalt an Kohlensäure. Ein schales Bier ist ein Zeichen für fehlende Fachkunde und/oder eine schlecht eingestellte Zapfanlage.
  • Servieren Sie eine ganze Runde Bier, sollten die Gläser alle gleich gut gefüllt sein.
  • Zu jeder Biersorte gehört das passende Glas. Servieren Sie das gewünschte Bier daher immer im dazugehörigen Markenglas.
  • Überraschen Sie Ihre Gäste mit kleinen Köstlichkeiten zum Bier. .
  • Servieren Sie Ihr Bier immer mit einem Lächeln! In freundlicher Atmosphäre schmeckt das Bier gleich doppelt so gut.
  • Ein Bier wird kalt serviert. Um Ihren Gästen auch auf der Terrasse an warmen Sommertagen ein erfrischendes Bier bieten zu können, kühlen Sie die Gläser vor dem Befüllen ab.